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Zunehmende Prävalenz von Sexuell Übertragbaren Krankheiten in Europa

2023-10-29 11:53:53

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In Europa wurde im Jahr 2019 ein alarmierender Anstieg von sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs) verzeichnet, darunter Syphilis, Gonorrhoe, Chlamydien und HIV.

Dieser besorgniserregende Trend hat auch Österreich erfasst, wo besonders hohe Fallzahlen von Gonorrhoe und Chlamydien-Infektionen verzeichnet wurden.

Die besorgniserregenden Statistiken:
Im Jahr 2019 wurden in Europa insgesamt 17 Millionen Fälle von STIs gemeldet, was einen historischen Höchststand darstellt. Dieser Anstieg betraf verschiedene STIs, darunter Syphilis und HIV, und betraf Menschen im Alter von 15 bis 49 Jahren.

Die Diagnosen von Syphilis bei Personen im Alter von 15 bis 49 Jahren stiegen zwischen 2010 und 2019 um bedrohliche 87 Prozent an. Gleichzeitig wurden fast doppelt so viele Neuinfektionen mit HIV gemeldet wie in den Jahrzehnten zuvor, wobei etwa 1,5 Millionen Menschen in Europa betroffen waren.

Österreich ragt besonders heraus durch hohe Fallzahlen von Gonorrhoe und Chlamydien-Infektionen, wie von Georg Stary und Katja Knapp von der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien in einer Artikelserie im renommierten Fachjournal "The Lancet Regional Health - Europe" beschrieben.

2023-10-29 12:11:41

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Hier noch ein Link, wo die Aidshilfen der Bundesländer aufgelistet sind:
https://www.aidshilfen.at
Wo man sich nicht nur in Sachen HIV/Aids beraten lassen kann.

2023-10-29 11:56:18

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Die Gründe für den Anstieg:

Experten führen diesen Anstieg auf ein zunehmend riskantes sexuelles Verhalten zurück, insbesondere auf ungeschützten Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern. Dieses Verhalten wird teilweise durch die effektive präventive Strategie der HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) unterstützt. Während PrEP Ansteckungen mit HIV verhindert, hat der Verzicht auf Kondome zur Verbreitung anderer STIs beigetragen.

Die Notwendigkeit von Daten und Präventionsstrategien:
Obwohl die Zahlen alarmierend sind, ist die Aussagekraft aufgrund länderspezifischer Bedingungen begrenzt. Insbesondere in Österreich fehlen oft aussagekräftige Daten zur Verbreitung der häufigsten STIs. Die Experten fordern daher die Standardisierung von Überwachungs- und Meldesystemen für STIs in verschiedenen europäischen WHO-Mitgliedsstaaten.

Die Bedeutung der Verwendung von Kondomen als Schutz vor STIs muss nach wie vor betont werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für den Gebrauch von Kondomen aufrechtzuerhalten. Zusätzlich sind Resistenzprofile bei bakteriellen STIs erforderlich, um Antibiotika effektiv einsetzen zu können, wenn dies erforderlich ist.

Insgesamt ist die Bekämpfung von STIs ein entscheidendes Ziel, das im Rahmen der "Agenda 2030" der Vereinten Nationen für die globale Gesundheit verfolgt wird. Die Forschung und Präventionsbemühungen müssen verstärkt werden, um dieser beunruhigenden Entwicklung entgegenzuwirken und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.

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