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Teddy Awards 2012
Als bester schwul-lesbischer Spielfilm der Berlinale wurde heuer das US-Beziehungsdrama „Keep The Lights On“ mit dem 26. Teddy Award ausgezeichnet. Die Verleihung ist derzeit noch auf ARTE+7 „nachzusehen“ …

Im ehemaligen Flughafen Tempelhof wurden heuer im Rahmen der Berlinale zum 26. Mal die Teddy Awards  vergeben. Die von Ralf König gestalteten Bärchen gelten als wichtigster schwul-lesbischer Filmpreis der Welt – dementsprechend groß war auch heuer wieder der Andrang auf die begehrten Preise für Spielfilme, Kurzfilme und Dokumentationen zu queeren Themen.

Als bester Spielfilm konnte heuer das Beziehungsdrama „Keep The Lights On“ überzeugen. Als besten Dokumentarfilm prämierte die international besetzte Jury „Call Me Kuchu“, der die Verfolgung und Unterdrückung Homosexueller in Uganda festhält.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem Thema Transgender. Dazu passend wurde Schauspieler Mario Montez, der in den frühen 60ern in Filmen von Andy Warhol mitspielte, mit dem heurigen Ehrenpreis ausgezeichnet.

Auf ARTE+7 gibt es derzeit noch die Preisverleihung in voller Länge zu sehen:
http://videos.arte.tv/de/videos/der_26_teddy_award_2012-6408972.html

Trailer zu den Beiträgen des heurigen (und letzten Jahres), Interviews und vieles mehr findet man wie gewohnt auf:
www.teddyaward.tv


identities präsentiert diese Woche als Österreichpremiere am Fr. 24. + Sa 25. Feb. 2012 den Gewinner der letztjährigen Teddy Awards als „Bester Spielfilm“ – „AUSENTE“.

„AUSENTE“ (Absent)
Österreichpremiere
Ein Film von Marco Berger
Argentinien 2011, Farbe, 87 min,
spanische Originalfassung mit dt. Untertiteln
 Teddy Award „Bester Spielfilm“ – Berlinale 2011

Athletische Körper in knappen Badehosen. Verstohlene Blicke unter der Dusche nach dem Schwimmunterricht. Dem mitten in der Pubertät steckenden Martín hat es vor allem sein Sportlehrer Sebastián angetan. In vollem Bewusstsein, dass er den hilfreichen Pädagogen zunehmend kompromittiert, erschleicht sich der 16jährige unter fadenscheinigen Vorwänden eine Nacht in dessen Wohnung. Während dieser schläft, geht Martín aufs Ganze...

„Ausente“ handelt vom Missbrauch eines Erwachsenen durch einen Minderjährigen, der um die heikle Position seines Lehrers weiß und sie ausnutzt. Marco Bergers origineller Spielfilm erzählt vor allem mit den Blicken, die seine Protagonisten austauschen. Dem herausfordernden Blick Martins, konterkariert durch eine entschuldigende Körpersprache, die allerdings nicht verbergen kann, dass er Tabus zu verletzen, sich Territorien anzueignen sucht. Dem ausweichenden, ängstlichen Blick Sebastians, der nicht wahrhaben will, welches Spiel mit ihm getrieben wird. Schon die ersten Szenen des Films im Schwimmbad zeigen Martins Voyeurismus, seine Lust an der Grenzübertretung. Immer wieder wird er sich im Verlauf des Films im Spiegel betrachten, sich seiner selbst vergewissern, seine Position festigen. Fast wird der Film dabei zum Thriller, unterstützt von einem kunstvollen Soundtrack aus akzentuierten Geräuschen und verhaltener Musik. (Christoph Terhechte, Forum Berlinale 2011).


QUEER FILM NIGHTS im FEBRUAR
Berlinale Nights
Fr. 24. + Sa 25.2. 2012
21 Uhr, Schikaneder Kino
1040, Margaretenstr. 24
KARTENRESERVIERUNG unter reservierung@identities.at oder 0699 120 96 100
(Karten sind erst reserviert, wenn Bestätigung per Email oder SMS erhalten)




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